„Schließe die Augen“, sagt Zoraida, „und folge mir“. Ich vertraue ihr und lasse mich blind durch den Tanzsaal führen. Mein linker Arm liegt auf ihrem, ihre rechte Hand berührt sacht mein Schulterblatt, während meine Rechte sanften Druck gegen ihre Linke ausübt und ich der Argentinierin damit signalisiere: „Ich bin da, ich höre zu.“
In Buenos Aires wage ich meine ersten Tanzversuche mit Zoraida Fontclara, die sich dem Tango Argentino ganz verschrieben hat. In Amerang am Chiemsee lerne ich Maria und Julián Conesa kennen. Der Argentinier erwartet hier im Schmiedhof Wolfsberg seine Landsfrau, die im Herbst einen Tango-Workshop geben und den Veranstaltungssaal in eine waschechte Milonga verwandeln wird. Maria und Julián haben im oberbayerischen Amerang ein kleines Stück Argentinien geschaffen.
Am Río de Plata nähere ich mich dem Tango, seinen Ursprüngen und seiner Bedeutung an und erliege sofort seiner Magie – auch in der zugleich festen als auch zarten Umarmung des uruguayischen Profitänzers Federico García, der mich in Montevideo empfängt (siehe Foto).
Alles über die Annäherung an den Tango von zwei Seiten lest ihr online auf himmeblau.com
Susanne Böllert

